Wir entsaften hauptsächlich Äpfel.
Bis zu 30% Birnen oder Quitten können beigemischt werden.
Pro Kunde benötigen wir mindestens 30 Kilogramm Obst. Kleinere Mengen sind aus technischen Gründen nicht möglich.
Tun Sie sich mit Freunden zusammen. Gemeinsam pressen lohnt sich dank Mengenrabatt.
Obst sauber anliefern
Die Qualität des Saftes hängt ganz entscheidend von Ihrer Vorarbeit ab. Je gewissenhafter Sie Ihre Äpfel kontrollieren ( Zweige, Blätter, Gras, faules und überreifes Obst aussortieren ), desto besser fällt das Ergebnis aus. Die Früchte müssen sauber sein, starke Verschmutzungen wie z.B. Gras und Erde sollten unbedingt abgewaschen werden bevor Sie zu uns kommen.
Nur ganze Früchte
Bei ausgeschnittenen Äpfeln, Birnen und Quitten kann es ebenso zu einer Verschlechterung der Saftqualität kommen. Obst mit faulen Stellen also besser konsequent aussortieren und nur ganze
Früchte zum Mosten bringen.
Apfelernte
Ernten Sie Ihren Baum erst wenn Ihnen die Äpfel richtig gut schmecken!
Um einen leckeren, trubstabilen Apfelsaftes zu erzielen empfiehlt es sich nur reife Äpfel zu verwenden. Äpfel sollte man nicht zu früh ernten, da sie für den vollen Geschmack ausreichend Sonne benötigen. Zu früh gepflückten Äpfeln fehlt es meist an Süße.
Reife Äpfel haben dunkle Kerne und lassen sich leicht vom Baum lösen. Mit der sogenannten "Kipp-Probe" kann man dies herausfinden. Biegen Sie den Apfel am Zweig um bis zu 90 Grad nach oben. Wenn sich die Frucht mitsamt Stiel einfach vom Zweig löst, ist sie reif.
Tipp: Legen Sie vorm Schütteln große Tücher oder Planen unter den Baum. Dann geht es mit dem Aufsammeln schneller und die Äpfel kommen gar nicht erst mit Rasen oder Erde in Berührung.
Birnen
Birnen pressen wir zusammen mit Äpfeln. Es können bis zu 30% Birnen beigemischt werden.
Mostbirnen müssen sehr fest und knackig sein.
Lässt sich die Birne mit dem Daumen eindrücken, ist die Mostreife bereits überschritten!
Überreife, mürbe Früchte sind für die Entsaftung ungeeignet und können bei uns leider nicht verarbeitet werden.
Quitten
Quitten pressen wir zusammen mit Äpfeln. Es können bis zu 30% Quitten beigemischt werden
Bitte vorher den Flaum entfernen!
Tipps
Ihr Obst sollte möglichst erst kurz vor der Weiterverarbeitung geerntet werden. Lagern Sie die Äpfel kühl und dunkel, sofern möglich. Achten Sie auf das Gesamtgewicht der Sammelbehälter - auch
Ihrem Rücken zuliebe! Bedenken Sie, dass z. B. bei einer sehr großen, randvollen Kiste die unteren Äpfel durch den hohen Druck beschädigt werden können und dadurch das Risiko von Fäulnisbildung
steigt.
Die Saftausbeute beträgt durchschnittlich etwa 65% bis 70% und variiert je nach Sorte, Reifegrad und Beschaffenheit der Äpfel.
Beispiel: Wenn Sie einen Zentner / 50 kg Äpfel anliefern, erhalten Sie daraus etwa 35 Liter Apfelsaft!
Ein Zentner / 50 kg entsprechen beispielsweise einer sehr großen Schubkarre voll mit Äpfeln oder 9 Eimern à 10 Liter voll mit Äpfel.
Sie geben Ihre Äpfel in den Annahmetrichter des Förderbands. Über das Förderband werden die Äpfel in ein Wasserbecken transportiert. Von dort aus gelangen sie mittels Förderschnecke in den Mahlraum. Die zerkleinerten Äpfel werden anschließend in der kontinuierlich arbeitenden Bandpresse schonend entsaftet. Nach dem Filtern wird Ihr Saft durch sanftes Erhitzen haltbar gemacht und sofort in Vakuumbeutel mit tropfsicherem Zapfhahn abgefüllt. Die Beutel werden im letzten Schritt in einen Mehrweg-Pappkarton transport- und lagersicher verpackt ( Bag-in-Box = Beutel im Karton ).
Was sind die Vorteile?
Die Säfte sind in dieser Verpackung lange haltbar, da sie keinen Luftkontakt haben - auch nicht nach der Öffnung. Der Saftbeutel ist hermetisch, d.h. beim Abzapfen strömt keine Luft in den Saftschlauch. Der Saftschlauch zieht sich stattdessen zusammen, so dass keine Oxidation stattfinden kann. Der angezapfte Saft kann mindestens 8 Wochen ohne Qualitätsverlust getrunken werden. Das ist besonders ideal wenn Sie nur wenig trinken.
Vergleich Bag-in-Box und Glasflaschen
Zum einen spart Bag-in-Box Gewicht ( 40% gegenüber Flaschen ), zum anderen Platz ( ebenfalls 40% ), vor allem aufgrund der Kartonform ist Bag-in-Box volumeneffizienter. Beide Aspekte führen beim Transport zu geringeren CO2-Emissionen und zu einer besseren CO2-Bilanz. Sowohl Schlauch als auch Karton sind zu 100% recyclingfähig. Der Karton ist mehrfach verwendbar.
Lagerung und Haltbarkeit
Die Lagerung der geschlossenen Verpackungen sollte aufrecht stehend in einem frostfreien aber kühlen und trockenen Raum erfolgen. Es sollten nicht mehr als zwei Boxen übereinander gestapelt werden. Der Apfelsaft ist ungeöffnet mindestens ein Jahr haltbar. Durch das Vakuumsystem der Bag-in-Box Verpackung können Sie Ihren Saft nach Anbruch bis zu zwei Monate genießen, und das sogar bei Zimmertemperatur! Wir empfehlen die Box vor dem Anzapfen hinten 5 cm höher zu legen und dann nicht wieder aufzurichten. Sie können dazu auch spezielle Boxhalter verwenden.
Unser Tipp
Wer sich mit Kartonsaft auf dem Tisch nicht anfreunden kann, füllt seinen Saft vor dem Verzehr einfach in eine schöne Karaffe.
Möchten Sie z. B. Apfelwein oder Apfelessig herstellen, dann können wir Ihren Saft auch kaltgepresst in selbst mitgebrachte Behälter abfüllen.
Wenn Sie Ihren Saft bei der Herstellung probieren möchten, bringen Sie bitte einen eigenen Becher zum Saftpressen mit und sagen uns vor Ort Bescheid.
Haben Sie größere Apfelmengen oder planen Sie z. B. ein Hof-, Ernte- oder Apfelfest? Dann kommt die Mobile Saftmacherei, ab einer Mindestmenge von 1.500 Kilogramm, auch gerne zu Ihnen.
Wir benötigen hierfür eine ebene Stellfläche von etwa 8 x 10 Metern, einen Starkstromanschluss ( möglichst 32 Ampere oder alternativ 2 Steckdosen mit jeweils 16 Ampere ), einen
Trinkwasseranschluss und eine Abflussmöglichkeit für das Wasser der Obstwaschanlage. Ein Anhänger oder großer Behälter für den Trester sollte ebenfalls bereit stehen. Die Pressrückstände eignen
sich hervorragend als Dünger oder als Tierfutter, Schäfer oder Landwirte verfüttern ihn gern. Er kann aber auch ebenso gut kompostiert werden.
Unser Tipp: Schließen Sie sich mit Nachbarn und Freunden zusammen um die Mindestmenge zu erreichen und machen Sie Ihr eigenes, kleines Fest daraus! Nicht vergessen - rechtzeitig Termin
reservieren!
